Fußgängerschutz durch Handyortung



Wer kein Handy bei sich trägt, wird von Autofahrern übersehen. Fußgängerschutz mittels Handy Ortung ist möglich!

Natürlich sind Mobiltelefone am Steuer und im Straßenverkehr ein Risiko. Inzwischen haben Verkehrsuntersuchungen bewiesen, dass das Unfallrisiko bei Handygebrauch in dichtem Verkehrsaufkommen und auf Autobahnen die Unfallgefahr ähnlich erhöht wie Alkohol am Steuer. Schon lange sind Handys und MP3 Player den Verkehrspolizisten ein Dorn im Auge. Der New Yorker Senator Carl Kruger hat für New York ein I-Pod Verbot auf öffentlichen Straßen gefordert da die Aufmerksamkeit sich mehr auf die Musik als auf den Verkehr richte.

Aber der japanische Autohersteller Nissan ist da ganz anderer Meinung. Nissan will die Verbreitung des modernen technischen Kommunikations- und Vergnügungsspielzeuges nutzen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Da fast jeder Passant heutzutage schon ein Mobiltelefon bei sich trägt, kann per Satellit über GPS leicht die Position der Verkehrsteilnehmer bestimmt werden. So ist eine totale Kontrolle im Staat möglich, wenn ein System die Verkehrsteilnehmer ortet und dies an ein eingebautes Gerät im Nissan-Fahrzeug meldet, das einen Alarm auslöst, bevor der Nissan einen unerwartet die Straße überquerenden Fußgänger erwischt.

Nissan arbeitet an diesem Konzept mit NTT DoCoMo zusammen und hat bereits sein ITS – ein intelligentes Transport System – entwickelt, das in Echtzeit Positionen erkennt und übermittelt. Auf einem Gelände bei Tokio wird das Ortungssystem an realen Straßenverkehrssituationen auf Herz und Nieren getestet. Die Entwickler träumen von einem relaxten Straßenverkehr mit automatisierter Ampelschaltung je nach Verkehrslage, entspannten Autofahrern, die genüsslich DVDs geniessen etc…

Wer sich an die Anfangszeiten der Navigationssysteme erinnert, weiß, dass da mancher Fahrer unverhofft von der Straße abgekommen und auf einer unbefahrbaren Piste gelandet wäre oder von der Brücke gestürzt, wenn er nicht rechtzeitig die Augen offengehalten hätte. Ohne Handy wird ja auch eine längst abgerissene Brücke nicht mehr registriert.